20, April, 2024
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„Besser als Schule“ — Die Wahrnehmung der ersten gemeinsamen „Schulversammlung“ seitens der Schülerschaft

Kurz vor dem Ende des ersten Halbjahres 2022/2023 wurde die erste, von der neuen Schulleitung initiierte Schulversammlung veranstaltet. Diese beschäftigte sich mit Themengebieten wie Digitalisierung, Nachhaltigkeit der Schule oder schulinternen Angelegenheiten (z.B. Schulhofgestaltung, Veranstaltungen, Schulklima, Merchandise, Unterrichtsgestaltung).

Alle Lehrer und Schüler ordneten sich einer Subthematik zu, wodurch klassen- und jahrgangsübergreifende Arbeitsgruppen zustande kamen, welche sich dann zwischen 8-12 Uhr an beiden Standorten trafen. 

Vorab, während und nach der Schulversammlung haben wir als Redaktionsteam der Schülerzeitung einige Meinungen und Aussagen zur Beurteilung der Veranstaltung eingeholt, welche ein gemischtes Stimmungsbild ergaben, das wir im Folgenden wortwörtlich oder – aus Dezenzgründen – zumindest sinngemäß wiedergeben möchten. 

Wie zu erwarten erhielten wir des Öfteren eher indolente, indifferente Antworten wie: „Besser als Schule“, „Keine Ahnung, keine Schule. Finde ich super“ oder „Ist ok. Nicht unnötig, aber auch nicht nötig.“ 

Aber auch Rückmeldungen wie die folgende durften wir dokumentieren: „Scheiße, weil alle in unterschiedlichen Gruppen, wir sind die einzigen Opfer, die in einer unterschiedlichen Gruppe sind.“

Jedoch gab es durchaus auch positive Rückmeldungen: „Ich find’s sehr cool, dass sich jetzt mit der neuen Schulleitung auch für die Meinung der Schüler interessiert wird.“ Oder: „Ich finde das eigentlich ganz cool weil man mitentscheiden kann was passiert.“ Oder auch: „Ist eine ganz interessante Idee.“ — „Also ich find’s eigentlich voll cool.“ — „War gut, hat Spaß gemacht.“ —„Ich fand’s halt eigentlich echt cool. Vor allem, dass man die Chance dazu hatte etwas vorzuschlagen, auch wenn man jetzt kein GSV-Mitglied sein sollte. Das machen, glaub’ ich, auch nicht viele Schulen. So gesehen war das im Grunde eigentlich `ne echt coole Sache. Kommt halt drauf an in welcher Gruppe man war … Von manchen hab’ ich auch gehört, dass es an sich eigentlich nur Zeitverschwendung war.“

Allerdings fanden sich auch kritische Stimmen: 

„Nur ist halt so, dass sich nicht alle eingebracht haben und manche gar kein’ Bock hatten, das hat ein bisschen genervt!“ — „Ganz okay. Aber fand ich frech, dass man sozusagen kostenlose Arbeitskraft war. Wir müssten die ganze Turnhalle frisch machen, sogar das Lehrerzimmer aufräumen. Geht überhaupt nicht!“

Das deutlich gemischte Stimmungsbild zeigt, dass die Schulversammlung aus Sicht vieler ein guter Ansatz für mehr Mitbestimmung und Mitgestaltung seitens der Schülerschaft war, wenn auch berechtigte Kritik bezüglich der konkreten Arbeitsweise und Tätigkeiten einzelner Gruppen geäußert wurde. Augenscheinlich konnten hier nicht alle Gruppen zielführend arbeiten. 

Doch bedeutet dies nicht, dass einer Umsetzung der gemeinsam entwickelten Ideen, Anregungen und Pläne aller anderen Arbeitsgruppen etwas im Wege stehen würde. Es wäre wünschenswert, dass diese zeitnah und angemessen umgesetzt werden, damit die produktive Zusammenarbeit der Schulgemeinschaft zur Geltung kommt und nicht einfach versandet.

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