Das Märchen des 1.FC Union Berlin

Sport

Es ist der 27.05.2019. Der 1.FC Union Berlin darf nach einem 0:0 gegen Stuttgart im Relegationsrückspiel den ersten Bundesligaufstieg der Vereinsgeschichte feiern. Damit ist Union der erste Bundesligaklub aus Ost-Berlin und aus der ehemaligen DDR-Liga. Doch der Aufstieg ist viel mehr als das. Er ist der Höhepunkt einer unglaublichen Geschichte. Eine Geschichte, die im Jahre 1966 seinen Anfang nahm. Der Berliner Fußballklub Dynamo (BFC) war das erfolgreichste und beste Team in Ost-Berlin und in der gesamten DDR. Dynamo war erfolgreich, aber nicht beliebt. Die Unterstützung durch die Staatssicherheit gab dem Verein die Chance, einfach jeden Spieler in den Verein zu holen. Das gefiel dem Arbeitervolk aus dem Osten natürlich überhaupt nicht. Es wollte einen eigenen Verein. Einen Verein, hinter dem die Ost-Berliner stehen konnten. So wird am 20. Januar 1966 in einer Konferenz im Klubhaus des Transformatorenwerkes aus der Fußballabteilung des TSC Berlin heraus der 1. FC Union Berlin gegründet. Name und Logo des Vereins entstanden aus Vorschlägen von Berliner Bürgern. 2 Jahre später konnte der Verein mit dem FDGB-Pokal den ersten und einzigen Titel der Geschichte feiern. In diesen Jahren entwickelte er sich zur Kult-Ikone für Punks und Gegner der Berliner Mauer. Der Meistertitel blieb den Unionern jedoch verwährt. Nach der Wende spielten sie lange in der 3.Liga, bevor man 2009 in die 2.Bundesliga aufstieg. Für eine lange Zeit war der Verein nur im Mittelfeld zu finden. Zwischendurch musste das Stadion umgebaut werden, eine Aktion, die zum größten Teil von den Fans übernommen wurde. 2017 spielte man zum ersten Mal um den Aufstieg mit, bevor er in der Saison 2018/19 endlich zur Realität wurde. Nun spielt der Verein zum ersten Mal in der höchsten Spielklasse und nach dem überraschenden 3:1 Sieg gegen Borussia Dortmund geht das Märchen der Ost-Berliner weiter.

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