22, Mai, 2024
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Stille Nacht? – Weihnachtskonzert der Merian-Schule

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Am 8. Dezember 23 fand ein offenes Weihnachtskonzert an der Merian-Schule statt, bei welcher Eltern, Schulinterne sowie erfreulicherweise auch die nähere Nachbarschaft besinnlich-harmonische Musik genießen konnte. Getreu der Leitidee “Stille Nacht? — Weihnachtskonzert der Merian-Schule” wurde insbesondere die Frage nahegelegt, welchen Stellenwert die Friedensbotschaft heutzutage inmitten der besinnlichen, kontemplativen Weihnachtsstimmung besitzt.

Mit diesem gedanklichen Hintergrund begann der Chor unter Leitung von Frau Noë mit traditionellen Liedern/Folklore wie Alle Jahre wieder, Ich steh an deiner Krippen hier, gefolgt von einer gelungenen Moderation von Janosch und anschließenden Interpretation des Lieds Stille Nacht und heiter anmutenden irischen Weihnachtslied Christmas in the Old Man’s Hat

An diese musikalische Familiarität anknüpfend spielte die Band For What it’s Worth von Buffalo Springfields, um mit den Lyrics “We better stop/Hey, what’s that sound?/Everybody look what’s going” den Umgang mit Kriegen und Konflikten grundsätzlich zu hinterfragen. Nach einer erneut hervorragenden Moderation von Janosch und Christine übernahm der Chor diesen gedanklichen Aspekt mit den Liedern Maria durch ein Dornwald ging sowie Wer klopfet an auf, bis die Band Imagine von John Lennon spielte. Diesen gedanklichem Anreiz folgend verwies Charlotte mit einer Rezitation des Gedichts Jemen: Mit deutlich weniger Hass begegneten uns Bären, Haie und Krokodile auf die Realität solcher Konflikte — dessen ausgesprochen deutlich dargestellte Brutalität und Prägnanz der Chor mit Shalom Chaverim entgegensetzte. Als Highlight des Konzerts schritt das Ensemble Polynushka mit dem Chor hinauf zur Bühne, dabei das russische Weihnachtslied Kaljada eindrucksvoll singend. Das Ensemble, vertreten durch drei Mitglieder, führte das den Chor mit dem traditionell ukrainische Lied Sosulja an und beeindruckte im anschließendem Solo mit imposant-prägnanten Stimmen — woraufhin wieder gemeinsam mit dem Chor das ukrainische Weihnachtslied Jerusalimi angestimmt wurde. Diesem friedensvermittelndem Repertoire tat die Band einen gelungenen, wenn auch radikaleren Abbruch und spielte Neil Youngs Living with War — dabei Aufschluss über die Leitfrage “Stille Nacht?” bietend und zum Nachdenken anregend. 

Das Lied Give Peace a Chance — ad memoriam an eines der wohl populärsten Lieder der Anti-Kriegs Bewegung — bildete einen gelungenen Abschluss zu einem erfolgreichen und gut organisierten Konzert, auf dessen Wiederholung ähnlicher Art im Dezember sich alle Beteiligten freuen und alle Interessenten herzlich eingeladen sind!

Selbstverständlich gilt diese Einladung und Vorfreude auch für den nächsten Auftritt, welcher am Sommerfest, dem 05. Juli 2024 stattfinden wird! 

Tanz in den Frühling

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Screenshot

Am 16. März jährte sich Frühlingsball zum zweiten Mal – ein Ereignis, welches inzwischen zum festen Bestandteil der schulischen Veranstaltungen an der Merian-Schule gehört. 

So konnten auch in diesem Jahr Schüler der 7.-10. Klasse sich im Audimax einfinden, um ihre Zeit gemeinsam tanzend zu genießen und sich dank des Fotografen, des Organisations-Teams sowie des sozialpädagogischen Bereichs im reichlich frühlingshaft geschmückten Ambiente fotografisch zu verewigen. 

Dank des Technik-Teams unter Leitung von Herrn Ulbricht konnte auch die Band den Abend mit I’m so excited von The Pointer Sisters, dem freudig tanzend begrüßten Shut up dance with me von Ben Berger and Ryan McMahon sowie sentimentaleren Iris von Goo Goo Dolls bereichern. Dem Anlass entsprechend endete der Auftritt mit Just can’t get enough von Depeche Mode, bevor die musikalische Gestaltung dem Technik-Team sowie Anwesenden erneut überlassen wurde, welche über einen QR-Code Musikwünsche äußern konnten. 

Insgesamt war es erneut dank aller Beteiligten ein äußerst gelungener Abend, von welchem viele nostalgisch berichten und sich sehnlichst auf eine Wiederholung dessen auf dem nächsten Ball freuen. 

Ehrensache!

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Nervt euch auch immer der Müll auf dem Schulweg, aber ihr ignoriert es?

Nun, neuerdings gibt es eine Aktion, wo ihr eure Gedanken in Taten umsetzen könnt. 

,,Merianer Ehrenbürger? – Ehrensache!„ findet seit dem 17.04 im wöchentlichen Rhythmus am Mittwoch in der 2. Hofpause statt. Die BRS stellt Handschuhe, Müllsäcke, Greifzangen und Westen zur Verfügung und ihr könnt, wie die drei achten Klassen und Schüler des 12. Jahrgangs demonstrierten, Müll auf dem Weg zu Penny sammeln (dort darf auch gerne eure Papiertüte des Donuts landen). 

Vorbei ist es nun mit dem Müll im Umfeld der Hoernlestraße – meldet euch bei Interesse am Unterstützen bei Herrn Mundt oder kommt am Mittwoch in der 2. Hofpause in das Foyer der Hoernlestraße. 

„Geheimplan gegen Deutschland“ – die fragliche Neutralität des Correctiv (Teil 1)

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Einen „Geheimplan gegen Deutschland“ verkündet kürzlich ein Artikel von Correctiv, einem nach eigenen Angaben gemeinwohlorientierten Medienhaus, mit Blick auf eine private Zusammenkunft konservativer, rechter und als rechtsextrem eingeschätzter Privatpersonen, Politiker und Aktivisten in der Villa Adlon am Lehnitzsee in Potsdam. [0] Das Rechercheportal Correctiv hat sich zum Ziel gesetzt, „strukturelle Missstände, Korruption und unethisches Verhalten […] Falschinformationen, […] Halbwahrheiten und Gerüchte“ zu bekämpfen und hält die Förderung eine „demokratische Zivilgesellschaft“ für unerlässlich. [1] 

Allerdings scheint der jüngste Artikel mit dieser Zielsetzung schwer vereinbar – ein Kommentar.

Meinungsfreiheit und weltanschaulicher Pluralismus geraten angesichts des publizierten Artikels und der in seiner Folge verstärkt geführten Debatte über ein mögliches Verbot der AfD zunehmend in Gefahr. Bekanntlich wurde die AfD im März 2021 als Verdachtsfall des Rechtsextremismus vom Bundesamt für Verfassungsschutz eingestuft. [2] Weiterhin betrachtet der Landesverfassungsschutz die AfD-Landesverbände der Bundesländer Sachsens, Thüringens und Sachsen-Anhalt als gesichert rechtsextremistisch. [3] Diese Einschätzungen befeuern zusätzlich eine Debatte über die Notwendigkeit eines AfD-Verbots. Während die einen ein solches – wehret den Anfängen – frenetisch begrüßen, um einen vermeintlich drohenden ‚Rechtsruck‘ in Deutschland noch abzuwenden, halten die anderen dies für überzogene Panikmache oder gar bloße Wahlkampfstrategie der ‚Altparteien‘.

Wie tief gespalten die deutsche Gesellschaft in dieser Frage ist, zeigen Ergebnisse einer aktuellen Umfrage von Statista: Als Befürworter oder Gegner eines AfD-Verbots exponierten sich jeweils 42%, während die verbliebenen 16% sich enthielten. Insbesondere die grün-, sozialdemokratisch- und linksorientierten Befragten sprachen sich mit 71%, 64% und 63% deutlich für ein Verbot aus. Anhänger der CDU/CSU und FDP hingegen standen diesem mit 53% und 42% eher ablehnend gegenüber. [4] 

Einstimmiger zeigen sich da allerdings die Mainstream-Medien, Sender und Recherchenetzwerke – so auch das Correctiv. Zwar wird dem eigenen Anspruch nach angestrebt, zu einem sachlichen, differenzierten und „faktenbasierten Diskurs“ [5] beizutragen, indem „frei von politischen und wirtschaftlichen Abhängigkeiten“ recherchiert wird. Gleichzeitig bedienen sich die Verfasser jedoch eines Schreibstils und einer Wortwahl, die augenscheinlich auf Emotionalisierung, moralische Wertung und Dramatisierung abzielt und damit de facto – entgegen der tatsächlichen Bedeutung des Treffens und seines Inhalts – jede sachliche, emotional neutrale Anschlusskommunikation von Vornherein unwahrscheinlich macht. 

Geschrieben wie ein Drehbuch, begleitet von körnigen – sämtlich durch die Fenster des Landhauses Adlonaufgenommen – Fotografien als authentischer Evidenz, wirkt der Bericht eher wie die Inszenierung einer klandestinen Verbrecher-Zusammenkunft, als wie die Dokumentation eines „privaten Treffens“ — als welches es der Teilnehmer Martin Sellner in einem Interview gegenüber dem Sender AUF1 beschrieb. [6]  Ob ein privates Treffen nun als ein ‚geheimes‘ deklariert werden kann, nur weil eine breite Öffentlichkeit nicht im Vorfeld darüber unterrichtet wurde, ist äußerst fraglich. Die beabsichtigte Wirkung indes ist offensichtlich: Wer sich im Geheimen trifft, hat etwas zu verbergen und führt vermutlich Böses im Schilde – wie der Titel nahelegt: „Geiheimplan gegen Deutschland“. [Herv. des Autors]

Grundsätzlich zu bezweifeln sind indes die Unabhängigkeit und Neutralität, welche die fünf Text- und Recherchezuständigen der insgesamt 19 an diesem Artikel Mitarbeitenden vermitteln wollen.  Worte wie „Utopie der Nazis“ oder „Mörig-Clan“, flankiert von aus dem Kontext gerissenen Versatzstücken von Äußerungen einzelner Teilnehmenden, weisen eindeutig negative Konnotationen auf und sind sicher nicht als sachliche Darstellung zu bezeichnen. Befördert wird dies noch dadurch, dass Lesern, die sich auf Basis dieses Artikels eine eigene, unabhängige Meinung bilden wollen, eine kontextualisierende Einordnung der ausschnittartigen Zitate nicht möglich ist. Wortwahl und Diktion vermitteln vielmehr den Eindruck, dass über etwas Hochgeheimes, Gefährliches und Bedrohliches berichtet würde – und liefern damit als mehr oder minder subtiles Framing die erwünschte Beurteilung des Vorgangs gleich mit. 

Das Problem hieran ist, dass journalistische Sorgfaltspflicht, nüchterne Faktentreue und Objektivität — kurzum die Darstellung dessen, was tatsächlich im Einzelnen der Fall war — zugunsten einer alarmistischen Diktion Vernachlässigung erfahren. Unabhängig von der Frage, ob die Beschaffung der Aufzeichnungen rechtmäßig war, hätte – und sei es ergänzend – ein vollständiges Transkript aller Aussagen des gesamten Treffens publiziert werden müssen, sodass der Leser dazu befähigt wird, sich ohne Vorabselektion und Beeinflussung selbst ein Urteil zu bilden. Beispielhaft für diese Problematik ist die Aussage, dass es den Beteiligten um „Menschen […] [mit] vermeintlich falsche[r] Hautfarbe oder Herkunft“ [7] ginge, jedoch wurde sich im Treffen lediglich auf „Asylbewerber, Ausländer mit Bleiberecht – und ‚nicht assimilierte Staatsbürger‘“ [8] bezogen, nicht aber auf deren äußere Erscheinung. Evoziert wird so der Vorwurf rassistischer Motivation. 

Weiterführend verleitet das Correctiv zu falschen Rückschlüssen, ohne fundierte Beweise vorzulegen. So geben die Autoren etwa vor, zu wissen, was „Martin Sellner heimlich denkt, wenn er von ‚Remigration’ spricht, auch wenn er es so nicht sagt.“ Wie jedoch können sie sich da sicher sein? Freilich könnte man Sellners Bücher zurate ziehen, um seine Ansichten zum Thema Remigration nachzuvollziehen. Nur würde diese Lektüre wohlmöglich dazu führen, ‚rechtes Denken‘ salonfähig zu machen, am Ende gar auf eine Unterstützung entsprechender Bestrebungen hinauslaufen — eine Gefahr immer dort bestehend, wo Menschen selbständig denken und sich – um Kant zu zitieren – ihres „Verstandes ohne Leitung eines anderen […] bedienen“. Redlicher wäre es trotzdem gewesen, den Leser über die Meinungen Sellners nüchtern, wahrheitsgemäß und angemessen differenziert aufzuklären, statt Ausschnitte, Vermutungen und fragwürdige Additionen bei der Rekonstruktion des Inhalts zu nutzen. Solch unvollständige Informationen und lückenhafte Darstellungen führen zu eindimensionalen und somit fehlgeleiteten Urteilen, weshalb das artikelbegleitende Transkript von grundlegender Bedeutung gewesen wäre — dies umso mehr, als einer der Teilnehmer des Potsdamer Treffens, der Jurist Ulrich Vosgerau, unlängst eine erfolgreiche gerichtliche Verfügung erwirkt hat, nach welcher Correctiv die Falschbehauptung der von Vosgeraus getroffenen Aussage über Wahlprüfungsbeschwerden untersagt wurde.

Große Hindernisse, ein solches Transkript zu erlangen, dürfte es nicht geben – zumal das Correctiv bereits Ausschnitte liefert und intensiv mit dem Greenpeace Investigativ-Team zusammenarbeitet, welches über „langjährige Erfahrung [mit] [v]orsichtige[r] Annäherung, strategische[r] und sichere[r] und interne[r] Kommunikation“ [9] verfügt und eine Zusammenstellung von sogenannten ‚abzuschottenden‘ Belegen hat. Dazu zählt scheinbar auch eigenes Video-Material, doch diese „kurze[n] Video-Sequenzen“ seien “für den Text nicht relevant“. [10] Offensichtlich wurde beschlossen, von einer vollständigen Veröffentlichung abzusehen und dem an kritischer, unvoreingenommener eigener Prüfung interessierten Leser nur die im Correctiv-Artikel mitgeteilten Informationen zur Verfügung zu stellen. 

Besonders deutlich werden Tendenz und Beeinflussungsabsicht des Correctiv-Textes, indem geschickte Wortwahl beim Leser eine Assoziation des Potsdamer Treffens mit der Zeit des Nationalsozialismus hervorruft, etwa wenn von einer „Vertreibung von Millionen von Menschen aus Deutschland“ die Rede ist und es weiterhin heißt: „Was Sellner entwirft, erinnert an eine alte Idee: 1940 planten die Nationalsozialisten, vier Millionen Juden auf die Insel Madagaskar zu deportieren. Unklar ist, ob Sellner die historische Parallele im Kopf hat. Womöglich ist es auch Zufall, dass die Organisatoren gerade diese Villa für ihr konspiratives Treffen gewählt haben: Knapp acht Kilometer entfernt von dem Hotel steht das Haus der Wannseekonferenz, auf der die Nazis die systematische Vernichtung der Juden koordinierten.“ – ‚Vertreibung‘, ‚Millionen Juden‘, ‚deportieren‘, ‚konspirativ‘, ‚Wannseekonferenz‘, ‚systematische Vernichtung von Juden‘: Stichworte, die in der Berichterstattung dankend aufgenommen wurden.

Kurzum: Mit der Publikation dieses Artikels in seiner aktuellen Fassung verstößt Correctiv gegen die eigenen Grundsätze. Demokratische Zivilgesellschaft erfordert offenen Diskurs und einen Willen zur Wahrheit und weltanschaulicher Konfrontation. Will eine Publikation dem Anspruch genügen, sachlich fundiert, wahrhaftig und einer differenzierten, eigenständigen Meinungsbildung der Leser förderlich zu sein, so muss diese einen neutralen, umfassenden, vollständigen und unvoreingenommenen Bericht bieten – ohne Framing, Nudging oder politische Agenda. 

Umso mehr gilt dies, wenn sich der Leser nur einer einzigen Quelle bzw. Quellen ähnlicher politischer Tendenz bedient. Der britisch-österreichische Philosoph Wittgenstein nannte derlei eine „einseitige Diät“. Erst eine Vielzahl an Quellen und unterschiedlichen, konträren Meinungen gestatten es, zu einer differenzierten Einschätzung zu gelangen.

Dabei sollte vor allem ein Recherche-Netzwerk wie Correctiv unabhängig von Vorhaben, welche AfD-Politiker oder andere Personen bekunden, sich an die obig genannten Bedingungen für eine sachliche und differenzierte Publikation und somit richtungsweisend, gleichsam differenzierten, sachlichen und offenen Diskurs and Meinungsaustausch halten – vor allem, wenn dies gemäß seiner Grundsätze gefördert werden soll.

Unterdrückung, Überspitzung, Verzerrung oder wertende Rahmung unliebsamer Positionen sind damit unvereinbar und zeigen zudem eine besorgniserregende Tendenz zu politischer Bevormundung derjenigen, denen man das eigenständige Denken nicht recht zutraut, weshalb man hier nur zu gern – wiederum mit Kant – „die Oberaufsicht über sie gütigst auf sich“ nimmt. [11]

Referenzen

Bild: © Mohamed Anwar; CORRECTIV – Recherchen für die Gesellschaft gemeinnützige GmbH

[0] Vgl. überblickshaft  https://de.wikipedia.org/wiki/Treffen_von_Rechtsextremisten_in_Potsdam_2023#Treffen_in_Potsdam (28.02.2024)

[1] https://correctiv.org/ueber-uns/ (14.01.2024)

[2]https://www.verfassungsschutz.de/SharedDocs/pressemitteilungen/DE/2022/pressemitteilung-2022-1-afd.html(14.01.2024)

[3] https://www.rnd.de/politik/afd-und-junge-alternative-wo-gelten-sie-als-gesichert-rechtsextrem-und-was-bedeutet-das-BEOYLLR67FCABBNQ6ESSRUZJWM.html (14.01.2024)

[4] https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1441112/umfrage/umfrage-verbot-afd/ (14.01.2024)

[5] https://auf1.tv/auf1-spezial/martin-sellner-soros-correctiv-inszenierte-ibiza-anschlag-gegen-afd?mc_cid=2241c0f5fc&mc_eid=af3b37cd5a (19.01.2024)

[6] https://correctiv.org/ueber-uns/ (14.01.2024)

[7] https://correctiv.org/aktuelles/neue-rechte/2024/01/10/geheimplan-remigration-vertreibung-afd-rechtsextreme-november-treffen/ (21.01.2024)

[8] https://correctiv.org/aktuelles/neue-rechte/2024/01/10/geheimplan-remigration-vertreibung-afd-rechtsextreme-november-treffen/ (21.01.2024)

[9] https://correctiv.org/aktuelles/neue-rechte/2024/01/10/making-of-zur-geheimplan-recherche/ (19.01.2024)

[10] https://correctiv.org/aktuelles/neue-rechte/2024/01/19/faq-geheimplan-recherche-correctiv/ (01.03.2024)

[11] https://www.rosalux.de/fileadmin/rls_uploads/pdfs/159_kant.pdf (28.02.2024)

Trans-Sportler im Frauensport — Inklusion oder unfairer Vorteil?

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Ein Kommentar.

Inklusion oder unfairer Vorteil? Diese Frage stellt sich nicht zuletzt angesichts der Rekorde, welche Transfrauen – biologisch männliche Personen, die sich als Frauen identifizieren – zunehmend aufstellen. So gewann die Transathletin Lia Thomas im 500m Freistil-Schwimmen ganze 7.5 Sekunden vor der Zweitplatzierten. Ähnliches gelang auch der Bahnrad-Fahrerin Rachel McKinnon, welche 2018 die Masters World Track Championships im Sprint und im Folgejahr das 500m Zeitfahren gewann. Auch CeCé Telfer (siehe Beitragsbild) lag um mehr als eine Sekunde vor ihren Opponenten beim 400m Hürdenlauf. Leicht ließe sich die Liste aufgestellter Rekorde, Siege und Leistungen verlängern. Eines fällt dabei fortwährend auf: die Leistungen der Transathleten sind gegenüber denen der biologisch weiblichen Athleten erheblich überlegen. Ob dies ein unfairer Vorteil oder gelebte Inklusion ist und inwiefern das Geschlecht in Bezug auf insbesondere Hormone und Hormontherapie ausschlaggebend ist, wird im Folgenden diskutiert.  

Grundsätzlich lassen sich wesentliche physiologische sowie anatomische Unterschiede zwischen Männern (genauer: männlichen erwachsenen Menschen) und Frauen (genauer: weiblichen erwachsenen Menschen) in zwei Kategorien unterteilen: die permanenten, unveränderlichen Merkmale, bedingt durch u.a. pränatale Hormonwerte, und die veränderliche Merkmale, beeinflusst durch sich lebenslänglich verändernde Hormonwerte. 

Diese unterschiedlichen Hormonwerte wie die aus diesen resultierende Physiologie und Anatomie führen zu Vor- bzw. Nachteilen in bestimmten Sportarten, weshalb meist nebst einer geschlechtlichen auch eine Trennung in Gewichts- oder Altersklasse besteht. Diesen grundsätzlichen Unterschieden liegt zunächst der Testosteronwert von Männern mit 7.7 bis 29.4 nmol/L (Nanomol pro Liter) bei volljährigen Individuen bzw. 1.12 bis 1.79 nmol/L bei volljährigen Frauen zugrunde. Dieser beeinflusst pränatal die Ausprägung der geschlechtsspezifischen, unveränderlichen Merkmale wie das kardiorespiratorische System – also das Lungenvolumen, Herzvolumen und Schlagvolumen des Herzens (und damit Fähigkeit der Atmung und des Blutkreislaufs, den Körper mit Sauerstoff zu versorgen), die Knochenstruktur des Skelettessowie und Muskelstärke.

Ersterer Aspekt spielt insbesondere bei der Funktionsfähigkeit sowie dem Leistungspotential der Muskeln eine Rolle, wobei das am größten daran beteiligten Organ, die Lunge, bereits pränatal durch den Testosteronspiegel beeinflusst wird. Sodass Männer durchschnittlich ein Volumen von 285-393cm3 und Frauen durchschnittlich 75cm3 aufweisen. Die resultierende Differenz von 210-318cm3 ist angesichts der höheren Sauerstoffversorgung von Männern und einhergehenden geringeren Schlagvolumen des Herzens, da mehr Sauerstoff zur Verfügung steht, sodass der Körper unter Belastung effizienter und insgesamt höhere Leistungen erbringen kann. Die vergleichsweise geringere Sauerstoffsättigung im weiblichen Körper führt zu einem höheren Schlagvolumen und geringerer Leistungsfähigkeit bei vergleichbarer Dauer und Intensität. Dies führt dazu, dass es physiologisch gesehen unmöglich ist, dass Frauen bei selbiger Dauer und Intensität die Leistung der biologisch männlichen Konkurrenten erbringen können. Insbesondere in Schnellkraft-Szenarien, also Sportarten mit schnelleren Sprints, wie beim Bahnradsport, beim Schwimmen oder auf der Laufbahn, hingegen aber nicht bei Sportarten mit Fokus auf Muskelmasse- und stärke im Oberkörper.

Jedoch haben alle Sportarten gemeinsam, dass geringeres Verletzungsrisiko durchaus zu Unterschieden in der Leistung und dem Fortschritt führen können. Beispielsweise erleidet ein Sportler eine Verletzung des Knochens struktureller Art, während ein weiterer aufgrund seiner höheren Knochendichte, weshalb er sich die Verletzung des ersten Sportlers nur mit großer Schwierigkeit zuziehen würde, nicht zusätzlich zu den trainingsbedingten muskulären Schäden regenerieren muss und schneller Fortschritte erzielen kann. Dieses Szenario ist vergleichbar zu der Situation der Frauen und Transfrauen. Denn letztere besitzen testosteronbedingte höhere Knochendichte, welche sich auch nach Reduktion des Testosterons im Rahmen der hormonellen Therapie nicht verringert und demzufolge Frauen einen dauerhaften Nachteil beschert. [6]

Nicht nur die Knochendichte, sondern auch die grundlegenden geschlechts-spezifische Anatomie bringt Transfrauen Vorteile, da diese als biologische Männer einem geringeren Winkel des Oberschenkelknochens von 12°-15°, dem sogenannten Quadrizepswinkel, im Gegensatz zu den weiblichen 15°-18° besitzen. Der größere Winkel erzeugt eine höhere Belastung am Knie an der seitlichen Patellasehne, wodurch bei ähnlicher bzw. selber Belastung, Intensität und Dauer das Risiko von Knieproblemen größer ist.

Letzterer Aspekt der obig genannten geschlechtsspezifischen Merkmale ist zwar im Gegensatz zu den bereits genannten mithilfe der hormonellen Therapie nachhaltig beeinflussbar, jedoch ist dies so gering, dass man nur sehr schwer von einer Fairness sprechen kann. Die Muskelmasse- und stärke, welche mithilfe der Testosteron-Suppression zu vergleichbaren Werten der Frauen vermindert werden soll, erreicht nach 2-3 Jahren ein Plateau, welches auch nach acht Jahren der Transition bestehen bleibt, wie eine Studie von Hilton und Lundberg feststellte. [4] Grundsätzlich wäre dieses Plateau nicht problematisch, wenn Frauen keine Testosteronwerte von 1.12 to 1.79 nmol/dl aufweisen würden. Dies entspricht lediglich 11.2% bzw. 17.9% der vom IOC (International Olympic Commitee) festgelegten Werte von 10ng/dl, welche 12 Monate vor sowie während des Wettkampfes in beim Athleten nachgewiesen werden müssen. Selbst bei 5ng/dl bestünde ein Unterschied von 22.4% bis 35.8%, welcher sich signifikant in den Leistungen niederschlagen würde. Häufig sind die Testosteronwerte jedoch aufgrund der Plateaus dauerhaft im höheren Bereich. Selbst niedrigeren Testosteronwerten bei Transfrauen (bspw. unter 3nmol/l) würden Anbetracht der geschlechtsspezifischen Merkmale den Vorteil aus- bzw. zumindest angleichen, da rückwirkende Änderungen bezüglich der pränatalen und adoleszenten Einflüsse nicht möglich sind. 

Auch führt die Suppression des Testosterons selbst zu unter 1nmol/dl zu keiner bzw. nur sehr trivialen Änderungen der muskulären Leistungsfähigkeit [5], wobei zwar das muskuläre Volumen um 5% verringerte, nicht aber die muskuläre Dichte, welche höhere Maximal-, Schnell-, sowie Reaktivkraft und Kraftausdauer begünstigt. Demnach sind biologische Männer, ungeachtet des aktuellen Testosteronhaushalt, biologischen Frauen überlegen und werden es auch nach einer (hormonellen oder operativen) Transition aufgrund des pränatalen und pubertären Testosterons fortwährend sein.

Hinsichtlich genannter Tatsachen ist es äußerst fraglich, inwiefern die Duldung von Transfrauen in der weiblichen Kategorie als gleichwertige Konkurrenz sportliche Fairness aufweist. Denn jene physiologische Überlegenheit ist die Essenz, weshalb Gewichts-, Alters- sowie Geschlechtsklassen eingeführt wurden. Eine Aufhebung dessen, wie sie aktuell verwirklicht, sobald Transfrauen in der weiblichen Kategorie teilnehmen, führt schnell zu einer missglückte Karriere oder verpassten Olympia-Medaille.

Eine Feststellung sowie die Anerkennung der evidenten Vorteile sowie dessen wissenschaftlichen Hintergrund lässt sich nicht als Transphobie beschreiben. Eine biologisch männliche Person kann sich zweifellos als Frau fühlen und als solche gesellschaftlich anerkannt werden wollen. Dieses Bestreben der persönlichen Identität und sozialen, rechtlichen oder politischen Anerkennung ändert jedoch nichts am biologischen Geschlecht, das in jeder Faser des Körpers verankert ist – insbesondere nicht im Leistungssport.

Angesichts dessen muss man über alternative Lösungen nachdenken, beispielsweise eine eigene Kategorie für Transpersonen, oder die Wertung der  Transfrauen (im Grunde vollkommen biologisch männliche Personen) inmännlichen Kategorie. Möchte man dies nicht derart umsetzen, so müsste aus Gründen der Fairness eine getrennte Wertung und Anerkennung der Leistungen der Transfrauen stattfinden, konkurrieren diese in der weiblichen Kategorie.

Unweigerlich werden diese Vorschläge auf Widerstand stoßen, jedoch schaffen die derzeitigen Regelungen keine Fairness, stattdessen signalisieren sie Rückschritt, statt Fortschritt in dem Sinne, dass biologischen Männer durch ihre Teilnahme bewusst erlaubt wird, den Frauensport zu dominieren, was unweigerlich geschieht. Lob, Anerkennung und Unterstützung findet dies vielfach von Aktivisten sowie teils allgemeingesellschaftlich und politisch als Sternstunde der Inklusion, jedwede Kritik an der resultierenden Ungerechtigkeit wird häufig als transphob geächet. Kritische, öffentliche Äußerung darüber seitens benachteilgter Athleten– wie etwa Mitglieder des US-amerikanischen Schwimmteams –riskieren folglich ihre Karriere, obgleich sie berechtigten Anlass zur Kritik besitzen. 

In diesem Sinne sollte man die Auswirkungen der Unterstützung dessen auf die Mehrheit der dortig involvierten, die weiblichen Athleten, zur Kenntnis nehmen und für individuell evaluieren, ob und wie man welche oder auch beide Seiten unterstützen möchte.

Gleich, wie die Entscheidung ausfällt, man sollte sich den entsprechenden Konsequenzen bewusst sein und sicher sein, dass dies seinem Gewissen auferlegen werden soll.

Referenzen

[1] Marshall, Lisa (2019): Testosterone limits for female athletes based on flawed science. URL: https://www.colorado.edu/today/2019/02/08/testosterone-limits-female-athletes-based-flawed-science#:~:text=Testosterone%20and%20competitive%20advantage&text=Most%20females%20have%20testosterone%20levels,testosterone%20levels%2C%20according%20to%20IAAF(Stand 21.12.2023)

[2] Hadji, Peyman; Klein, Silvia; Gothe, Holger; Häussler, Bertram; Kless, Thomas; Schmidt, Torsten; Steinle, Thomas; Verheyen, Frank; Linder, Roland (2013): The epidemiology of osteoporosis—Bone Evaluation Study (BEST): an analysis of routine health insurance data, In: Dtsch Arztebl Int 2013, S. 52-57

[3] Elbers JM, Giltay EJ, Teerlink T, Scheffer PG, Asscheman H, Seidell JC, Gooren LJ (2003): Effects of sex steroids on components of the insulin resistance syndrome in transsexual subjects. In: Clin Endocrinol (2003), S.562-71

[4] Hilton, Emma N.;Lundberg, Tommy R. (2020): Transgender Women in the Female Category of Sport: Perspectives on Testosterone Suppression and Performance Advantage. S. 199-214

[5] Ingle, Sean (2020): Strength of trans women drops slightly after year of treatment, research claims. URL: https://www.theguardian.com/sport/2020/dec/11/transgender-athletes-sports-medicine-study-research (Stand: 21.12.2023)

[6] Barkaoui, A.; Ben Kahla, R.; Merzouki, T. et al. (2017): Age and gender effects on bone mass density variation: finite elements simulation. In: Biomech Model Mechanobiol (2017), S. 521–535

Interview mit der Schulleitung

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In unserem Interview mit der Schulleiterin Frau Schulz-Brüssel wird man neben persönlicheren Fragen etwas über die Visionen für die Schule erfahren und wie es sich um die Digitalisierung und Schulversammlung verhält.

Romeo und Julia – Liebe ist Alles

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Eine Rezension von Antonia Deneke

Musik ertönt. Der Vorhang geht auf. In der Mitte der Bühne liegen zwei Menschen wie tot unter einem Tuch. Drumherum, nur spärlich beleuchtet, stehen Menschen und singen. Aus dem Dunkeln kommt Pater Lorenzo hervor und singt das Einstiegslied „Kein Wort tut so weh, wie vorbei“. Ich sitze im prallvollen Theater des Westens und schaue mir das Romeo und Julia Musical an. Romeo Montague, gespielt von Paul Csitkovics, singt von einer „Rosalinde“ und schüttet den Zuschauern sein gebrochenes Herz aus. Seine Freunde Benvolio und Mercutio, gespielt von Edwin Parzefall und Samuel Franco, unterbrechen ihn und überreden ihn, sich zum Ball der Capulets, einer verfeindeten Familie, zu schleichen. Unterwegs erzählt Mercutio in einem Lied von seinen beängstigenden Träumen. Angekommen beim Hause Capulet, wo schon ausgelassene Stimmung herrscht, mischen sich die drei Freunde unter die Menge. Doch Tybalt, Julias Cousin, gespielt von Edward R. Serban, bemerkt sie. Auf dem Ball lernt Romeo, Julia kennen, gespielt von Yasmina Hempel. Julia ist zuerst schüchtern und flüchtet vor Romeo. Doch beide sind auf den ersten Blick verliebt. In den nächsten Tagen muss Julia immer zu an Romeo denken. Sie steht gerade auf dem Balkon und drückt ihre Sehnsucht in einem Monolog aus. Romeo hört das und gibt sich zu erkennen. Die beiden gestehen sich ihre Liebe im Gesang. Romeos Freunde bemerken, dass er diesen Abend nicht nach Hause gekommen ist. Mercutio singt das Lied „Kopf sei still“ in dem offenbart wird, dass Mercutio in seinen Freund Romeo verliebt ist. Benvolio kommt mit einem Brief von Tybalt, der an Romeo adressiert ist. Er fordert ihn zum Duell. Als Romeo zurück kommt, ist es schon morgen. Seine Freunde verspotten ihn, weil er letzten Abend weg war. Zur gleichen Zeit beschließt Julia, Romeo ein Zeichen zu senden in Form eines Rings, den die Amme überbringt. Sie und Romeo haben beschlossen, heimlich zu heiraten. Die Amme, gespielt von Steffi Irmen, überbringt den Ring dem überglücklichen Romeo. Romeo eilt in die Kirche und trifft seinem Freund, Pater Lorenzo. Er bittet ihn, sie beide zu vermählen. Der Pater stimmt zu und das Drama nimmt seinen Lauf – in einem spannenden Fechtduell tötet Romeo kurze Zeit später unter unglücklichen Umständen Tybalt. Zur Strafe wird er aus Verona verbannt und versteckt sich bei Pater Lorenzo. Julia ist zutiefst schockiert und traurig, als sie es erfährt. In einem Lied schwört sie Romeo ewige Liebe. In aller Heimlichkeit schleicht sich Romeo zu Julia und tröstet sie. Am nächsten Morgen verlässt Romeo endgültig die Stadt. Julias Eltern verstehen ihre Trauer jedoch falsch und beschließen sie mit einem reichen Grafen zu verheiraten. In ihrer Verzweiflung kommt Julia zu Pater Lorenzo. Sie würde alles tun, um mit Romeo zu flüchten und nicht zu heiraten, sogar sich umbringen. Julia und der Pater schmieden einen Plan. Doch der Plan geht auf tragische Weise schief. Am Ende zeigt sich das Bühnenbild, das wir auch am Anfang gesehen haben; zwei Menschen liegen tot unter einem Tuch, und alles wird schwarz. Zum Schluss kommen alle Schauspieler auf die Bühne und singen gemeinsam den Titelsong „Liebe ist alles“. Die Zuschauer sind ergriffen und begeistert. Die Mischung aus zeitgenössischem Tanz, den Liedern und originalen Shakespeare-Zitaten machen dieses Musical zu einem ganz besonderen Abend. Sehr gelungen wurde der alte Stoff von den Regisseuren Peter Plate und Ulf Sommer neu interpretiert. Besonders schön fand ich die Lieder, es sind insgesamt 25, auch wenn sie im Stil ähnlich wie in „Kudamm 56“ verfasst wurden. Ich würde dieses Musical Familien, Schulklassen und Kulturliebhabern empfehlen.

Buchtrailer

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Einige Schüler der Klassenstufe 8 wollen Ihnen hiermit zwei Buchtrailer präsentieren, welche sich auf dasselbe Buch beziehen. Um welchen Roman es sich handelt erfahren Sie in den folgenden Videos.